verena barth sopranistin in münchen

Die Sopranistin Verena Barth stammt aus dem Rheinland und lebt mittlerweile als freischaffende Opern- und Konzertsängerin in München.

Nach dem Abitur befasste sie sich zunächst intensiv mit dem geschriebenen und gesprochenen Wort (Studium der Kommunikationswissenschaft, Japanologie und Soziologie in den USA, München und Paris). Mit dem frischen ‚Diplôme de l’Institut Français de Presse‘ in der Tasche wagte sie den Wechsel hin zum gesungenen Wort und schloss ein klassisches Gesangsstudium an.

Zunächst studierte sie in Deutschland als Mezzosopranistin bei KS Helena Jungwirth, aber eine Begegnung mit Lucile Villeneuve-Evans und ihr anschließendes Studium in Montréal/Kanada führten sie zum Wechsel ins Sopran-Fach.

In Meisterkursen bildete sie sich u. a. bei Thomas Quasthoff, KS Gundula Janowitz, Edith Wiens, Julia Hamari, Claes H. Ahnsjö, und Rudolf Jansen (Lied) fort. Ein weiterer sehr prägender Einfluss war die Sopranistin Felicia Weathers.

Nach dem Studium gehörte Verena Barth zu den Gründungsmitgliedern von LaTRIVIATA, einem auf Opern-Improvisation spezialisierten Solisten-Ensemble. Zudem war sie einige Jahre Ensemblemitglied der Kammeroper Leipzig und stand in unterschiedlichsten Rollen auf Theaterbühnen im In- und Ausland.
Gastauftritte führten sie u. a. ans Staatstheater am Gärtnerplatz (München), das Hessische Staatstheater (Wiesbaden), die Oper Nürnberg, das Theater Odeon (Wien), zum ‚Festival de la musique improvisée de Lausanne‘ (Schweiz), ans Teatro Mancinelli (Orvieto/Italien).

Jenseits ihrer sängerischen Bühnentätigkeit in Oper und Konzert war sie gelegentlich auch in Sprechtheater-Produktionen bzw. als Schauspielerin in kleineren Fernsehrollen zu erleben. In der ZDF-Produktion ‚Der Wagner-Clan‘ mit Iris Berben verkörperte sie z. B. 2014 eine Sängerin in der Rolle der ‚Brünnhilde‘.

Ihre besondere Liebe gilt auch der Kunstform des klassischen Liedes, und diese pflegt sie in speziell konzipierten thematischen Liederabenden. Da ist es ihr ein Anliegen, in unterhaltsamer Form unter anderem auch weniger bekannte Perlen der Liedkunst dem Publikum nahezubringen. In ihrem Programm ‚Beziehungskisten‘ spannt sie beispielsweise einen weiten Bogen von Max Regers ‚Die Mutter spricht‘ („liebes Töchterlein…bleib ledig!“) bis zu Beethovens ‚Elegie auf den Tod eines Pudels‘ oder August Bungerts Vertonung einer Liebeserklärung aus der Feder Friedrich Rückerts ‚O wärst Du krank, dass ich dich könnte pflegen‘.

Mit großer Leidenschaft gibt Verena Barth mittlerweile  ihre Erfahrungen als Sängerin, Darstellerin und Improvisateurin in klassischem Gesangsunterricht, Workshops für Opernimprovisation und Präsentationscoachings weiter. So führte sie z. B. 2015 ein Lehrauftrag für ‚Stimme und Kreativität‘ als Gastdozentin an die Hochschule für Film und Fernsehen München.